Aktuelle Umfrage

Marketing gewinnt auch bei Ärzten an Bedeutung


Claudia Mittmeyer

War noch vor wenigen Jahren der Begriff „Werbung“ in Arztpraxen weitgehend tabu, so hat sich dies gründlich geändert. Wie eine – im Auftrag der Stiftung Gesundheit durch­geführte – repräsentative Umfrage bei Ärzten, Zahnärzten und Psychologi­schen Psychotherapeuten ergab, halten 60,0% der Befrag­ten Werbemaßnahmen für wichtig bzw. sehr wichtig. Dies ist ein signifikanter Zuwachs gegenüber dem Vorjahr: 2007 sahen lediglich 47,4% der Befragten Praxismarketing als wichtig bzw. sehr wichtig an. Nur ein gutes Fünftel der Ärzte erachtet Marketing als eher oder völlig unwichtig.

Um herauszufinden, inwieweit diese Einschätzung auch Umsetzung im Praxisalltag findet, wurde nach dem definierten Budget für Marketing gefragt. Dabei haben lediglich 13% der Niedergelassenen ein eigenes Budget für das Mar­keting ihrer Praxis definiert – und zwar im Durchschnitt in Höhe von 5.500 €, was etwa 1,5% des Umsatzes entspricht. Allerdings wollen 19% der Befragten im Jahr 2009 mehr Geld für Werbung ausgeben.

Als wichtigstes Marketingin­strument nennen rund 67% der Befragten die Präsenz im Internet (Homepage, Onlineverzeichnisse, Gesundheitsportale). An zweiter und dritter Stelle folgen das Verhalten des Praxispersonals mit 56,7% und das äußere Erscheinungsbild der Praxis mit 48,8%.

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2008; 33(21):2-2