Editorial

Beizeiten Brunnen bauen


Claudia Mittmeyer

Beizeiten Brunnen bauen Schon der Volksmund sagt: Wenn man durstig ist, ist es bereits zu spät, einen Brunnen zu bauen. Diese Weisheit scheint sich bei vielen Unternehmern allerdings noch nicht herumgesprochen zu haben: Etliche von ihnen machen sich kaum rechtzeitig Gedanken über eine mögliche Unternehmensnachfolge bzw. über einen „Plan B“ für den Fall, dass sie wegen unerwarteter Umstände wie Krankheit, Unfall oder Tod ausfallen. Oft wird der Gedanke daran verdrängt, sei es, weil man sich mit dem Thema Krankheit und Tod nicht auseinandersetzen möchte oder aber weil einem dies alles noch weit entfernt scheint.

Doch niemand ist vor entsprechenden Schicksalsschlägen gefeit. Einer Hochrechnung des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn auf Basis der Umsatzsteuerstatistik 2002 zufolge etwa liegen die Gründe für eine Übertragung deutscher Familienunternehmen in mehr als einem Viertel aller Fälle in eben solchen unerwarteten Umständen. Müßig zu erwähnen, dass hierbei oftmals das Unternehmen in seiner Existenz gefährdet ist.

Auch Sie als Apothekenleiter(in) sollten sich daher früh genug Gedanken machen, wie es um die Zukunft Ihrer Apotheke bestellt ist, falls Sie als „Kopf des Unternehmens“ plötzlich ausfallen. Nicht nur im eigenen Interesse – schließlich haben Sie in den Aufbau Ihrer Apotheke meist viel Herzblut gesteckt – sondern auch im Interesse Ihrer Familie sowie Ihrer Mitarbeiter ist es angebracht, beizeiten einen Notfallplan sowie ein Nachfolgekonzept für den geordneten Übergang der Apotheke zu erstellen. Welche Aspekte hierbei zu berücksichtigen sind, zeigt Ihnen unser Beitrag auf den Seiten 8 und 9.

Deutscher Apotheker Verlag
AWA-Redaktion

Claudia Mittmeyer

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2009; 34(19):2-2