Dr. Christine Ahlheim
- Der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder forderte im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass die Ausgaben im Arzneimittelbereich langfristig nicht stärker steigen dürften als die übrigen Gesundheitsausgaben. Benötigt werde eine Regelung, die es den Krankenkassen ermöglicht, die Preise zu begrenzen. Bis zum Abschluss einer Kosten-Nutzen-Analyse über ein neues Medikament sollten Verhandlungen zwischen Herstellern und Krankenkassen über den Marktpreis erfolgen können.
- Das Postenkarussell dreht sich wieder: Neuer gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion ist Karl Lauterbach. Der Professor für Gesundheitsökonomie und Mitglied im Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG gilt als vehementer Verfechter der Bürgerversicherung.
- Die FDP bleibt hart: Sie will eine von den Arbeitskosten losgelöste Gesundheitsprämie. „Das ist gerechter“, begründete Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger dieses Vorhaben gegenüber der „Südwest Presse“.
- Für Apotheker und Ärzte ist die Umsetzung der Rabattverträge mit erheblichem Zeitaufwand verbunden. So erfahren laut einer wissenschaftlichen Untersuchung der Hochschule Fresenius 53 % der Patienten erstmals in der Apotheke, dass sie ein rabattiertes Medikament erhalten sollen. 24 % der Patienten geben an, von ihrem behandelnden Arzt über die Umstellung auf ein Rabattarzneimittel informiert worden zu sein.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2009; 34(23):2-2