Dr. Christine Ahlheim
Durch private Zusatzversicherungen kann der Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenkassen in vielen Bereichen ergänzt werden. In einer repräsentativen Umfrage hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) im letzten Jahr 3.000 GKV-Versicherte durch das Marktforschungsinstitut Ipsos zum Markt der Zusatzversicherungen befragen lassen.
Mehr als zwei Drittel gaben an, mindestens eine ergänzende private Zusatzversicherung zu besitzen. Im Jahr 2005 war es erst rund jeder zweite. Die Ausstattung mit Zusatzversicherungen steigt dabei u.a. mit Zunahme des Haushalts-Nettoeinkommens, dem Alter der Befragten sowie dem beruflichen Status.
Mit deutlichem Abstand an erster Stelle der abgeschlossenen Zusatzpolicen steht bei den Befragten die Auslandsreisekrankenversicherung (45,0%), gefolgt von der Krankenhaustagegeldversicherung (27,8%) und den Zusatzpolicen für Zahnersatz (26,5%) sowie für Krankentagegeld (18,8%).
Lediglich einen geringen Marktanteil haben bislang Zusatzversicherungen für die Kostenübernahme von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln (4,8%). Allerdings gab rund jeder zehnte Befragte, der noch keine entsprechende Police besitzt, an, Interesse an einer solchen Zusatzversicherung zu haben.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2010; 35(02):4-4