Claudia Mittmeyer
Die Rabattverträge der Krankenkassen sind das dringendste Problem der Apotheker – das zeigt eine Untersuchung innerhalb des repräsentativen Apotheker-Online-Panels von KantarHealth (vormals TNS Healthcare). Dabei geben 69% der 150 Befragten an, dass sie die Rabattverträge für problematisch halten. 20% beklagen explizit die durch den Austausch von Arzneimitteln bedingte Beratungsintensität, 15% befürchten Retaxationen und 6% glauben, dass durch die Rabattverträge kleine und mittelständische Pharmafirmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten werden.
Einzelne Befragte schildern zum einen die Verunsicherung und Unzufriedenheit der Patienten, zum anderen die Aufblähung der Lager und den erhöhten Personalbedarf. Zudem erschwere die zunehmende Bürokratie, der eigentlichen Aufgabe – der Beratung und der Verbesserung der Compliance – nachzugehen.
Weitere Themen, die die Apotheker beschäftigen, sind die Gesundheitspolitik der neuen Bundesregierung (20%) und die Reimportqoten (11%). Ebenfalls jeweils 11% der Befragten nennen als wichtige Themen den wachsenden Preiskampf im OTC-Bereich sowie die Entlassung von Arzneimitteln aus der Apothekenpflicht.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2010; 35(04):4-4