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AWA-Rückblick: Nachrichten in aller Kürze


Dr. Christine Ahlheim

  • Weil sich der GKV-Spitzenverband und der Deut­sche Apo­theker­ver­band nicht einigen konnten, geht auch der Kassenabschlag für 2010 ins Schiedsverfahren. Da je­doch seit Inkrafttreten des AMNOG Klagen gegen Festsetzungen der Schiedsstelle keine aufschiebende Wirkung mehr haben, dürfte das Gezerre diesmal schneller beendet sein als im Vorjahr.
  • Saarlands Noch-Ministerpräsident Peter Müller hat bei den Apothekern einen mehr als zweifelhaften Ruf, war es doch sein Gesundheitsminister Josef Hecken, der 2006 DocMorris eine Fremdbesitzapotheke erlaubte. Wird Müller wirklich, wie derzeit spekuliert, Richter am Bundesverfassungsgericht, so kann man nur hoffen, dass er die Verfassung mit mehr juristischem Sachverstand hütet als seinerzeit das deutsche Apothekenwesen.
  • Noch sind es Gerüchte: Den Apotheken soll angeblich eine Welle von Steuerprüfungen ins Haus stehen. Besonders hohe Einnahmen erhofft sich der Fiskus vom Einsatz der Prüfsoftware IDEA, die die Warenwirtschaftssysteme detailliert ausleuchten kann.
  • Rund zwei Drittel der deutschen Apotheker haben weniger Spaß am Beruf als noch vor fünf Jahren – so eine aktuelle Umfrage des Beratungs- und Marktforschungsunternehmens Kantar Health. Ebenfalls interessant: Knapp die Hälfte der Befragten würde rückblickend noch einmal Pharmazie studieren, 27% dagegen nicht, 23% sind sich darüber unsicher.

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2011; 36(03):2-2