Editorial

Generationenkonflikten entgegensteuern


Claudia Mittmeyer

Spannungen und Unstimmigkeiten zwischen Apothekenleitung und einzelnen Teammitgliedern sind grundsätzlich nichts Ungewöhn­liches, sondern Teil menschlichen Miteinanders. Besonderes Konfliktpotenzial birgt allerdings die Konstellation neuer jüngerer Chef und ältere „altgediente“ Mitarbeiter – ein Szenario, das man wohl künftig in zunehmend mehr Unternehmen, auch in Apotheken, antreffen wird. Ein anschauliches Beispiel bietet aktuell auch die Politik: So stehen mit Daniel Bahr (34), Philipp Rösler (38) und Kristina Schröder (33) aus­gesprochen junge Führungskräfte an der Spitze eines Bundesministeriums.

Die Unternehmen sind sich der Problematik durchaus bewusst: Wie eine Studie der Unter­nehmensberatung Capgemini aus dem Jahr 2007 ergab, erwartet knapp die Hälfte der deutschen Unternehmen Konflikte aus der Konstellation junger Vorgesetzter/älterer Mitarbeiter. Die Risiken, die sich aus einem solchen Generationenkonflikt ergeben können, sind nicht zu unterschätzen: Gegenseitige Vorurteile erschweren die pro­duktive Zusammenarbeit, das Betriebsklima leidet – und damit letzlich der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens.

Wie Daniel Bahr, Philipp Rösler oder Kristina Schröder in ihren Ministerien mit der Situa­tion umgehen, ist nicht bekannt. Welche Strategien Sie jedoch als jüngerer Apothekenleiter einschlagen sollten, um möglichen Konflikten entgegenzusteuern oder sie gar nicht erst aufkommen zu lassen, lesen Sie auf den Seiten 8 und 9.


Claudia Mittmeyer

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2011; 36(15):2-2