Prof. Dr. Reinhard Herzog
Entwicklung weiter unsicher
Die meisten Experten sehen derzeit eine Fortdauer der eher unsicheren Entwicklung. Größere Risiken bestehen, sollte der Unzenpreis unter 1.500US-$ fallen und damit weitere charttechnische Widerstandsmarken schneiden. Potenzial ist hingegen zu erkennen, wenn die Schuldenkrise stärker aufflammt. Denn während ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsunion bereits im jetzigen Goldpreis eskomptiert sein dürfte, könnte eine sich verschärfende Finanzkrise in Italien oder Spanien erhebliche Sorgen um den Fortbestand des Euro aufkommen lassen – mit entsprechenden Auswirkungen auf den Goldpreis.
Edelmetalle und speziell Gold dürfen daher auch weiterhin in keinem gut sortierten Portefeuille fehlen. Andererseits sollte der Anteil zumindest vorerst in eher überschaubarer Größenordnung gehalten werden. Neueinstiege empfehlen sich allerdings erst, wenn sich die Krisenstimmung deutlich verschärfen sollte.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2012; 37(11):14-14