Altersvorsorge

Die Inflationsrate zehrt am Kapital


Prof. Dr. Reinhard Herzog

Ist die berufliche Existenz erst einmal gesichert, stellt sich die Frage nach der Vorsorge für den Ruhestand. Antworten gibt die Versicherungswirtschaft in Form langlaufender Policen mit hohen Beiträgen und entsprechend beeindruckenden Leistungen. Doch die Zahlen sind trügerisch.

Eigene Anlagemöglichkeiten in Betracht ziehen

Der Vorteil jedes langfristigen Versicherungsvertrags ist jedoch in erster Linie der psychologische Effekt: Das Geld ist fest angelegt und praktisch nicht verfügbar. Dennoch sollte man über die Alternative einer eigenen Anlage nachdenken: Wird etwa ein monatlicher Sparbetrag von 500€ angestrebt, kann dieser zunächst auf ein Tagesgeldkonto überwiesen werden. Sobald sich hier 3.000€ bis 5.000€ angesammelt haben, erfolgt die Umschichtung z.B. in festverzins­liche Wertpapiere und Aktien. Viele Banken bieten auch Sparpläne mit kostengünstigen Exchange Traded Funds an, mit denen der Anleger gezielt in einzelne Börsenindizes investieren kann. Der Aktienanteil darf dabei in jungen Jahren großzügiger bemessen sein, mit fortgeschrittenem Lebensalter sollte auf vergleichsweise risikoarme Produkte wie etwa Anleihen gesetzt werden.

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2012; 37(16):14-14