AWA-Rückblick

Nachrichten in aller Kürze


Claudia Mittmeyer

Ist die verordnete Großpackung eines Arzneimittels nicht lieferbar und werden deshalb mehrere kleinere Packungen von der Apotheke abgegeben, richtet sich die vom gesetzlich Versicherten zu leistende Zuzahlung nach Anzahl und Größe der tatsächlich abgegebenen Packungen, nicht nach der ursprünglich verordneten Packungsgröße – so ein (noch nicht rechtskräftiges) Urteil des Sozialgerichts Aachen (Aktenzeichen S 13 KR 223/13). Im konkreten Fall hatte eine Apothekerin von einem GKV-Versicherten statt 16,98€ Zuzahlung für die tatsächlich abgegebenen drei N1-Packungen nur 10€ Zuzahlung für die nicht lieferbare N3-Packung kassiert und war deshalb retaxiert worden.

DocMorris rudert zurück: Angesichts der von der Apothekerkam­mer Nordrhein erwirkten Ordnungsgelder in Höhe von mittlerweile 350.000€ wirbt die niederländische Versandapotheke nun nicht mehr mit einer Prämie von bis zu 20€ für die Teilnahme an einem Arzneimittel-Check.

Erstaunlich, wie lange sich Josef Hecken bereits in Spitzenpositionen der Gesundheitspolitik halten kann: Während seiner Amtszeit als saarländischer Gesundheitsminister erteilte er 2006 entgegen geltendem Recht der niederländischen Kapitalgesellschaft DocMorris die Betriebserlaubnis für eine Filialapotheke, jetzt äußerte der GBA-Vorsitzende laut SPIEGEL ONLINE, dass statt eines Psychotherapeuten manchmal eine Flasche Bier genüge.

Bei der Delegiertenversammlung des Landesapothekerverbandes Niedersachsen wurde Berend Groeneveld zum neuen Vorsitzen­den gewählt. Groeneveld, der die Rats-Apotheke in Norden betreibt, wird Nachfolger des früheren ABDA-Präsidenten Heinz-Günter Wolf, der nach 24 Jahren an der Spitze des Verbands nicht erneut für den Vorstand kandidierte.

Rund 6 Mio.€ hat die ABDA für eine voraussichtlich auf drei Jahre ausgelegte Imagekampagne mit der Kommunikationsagentur Cyrano ein­geplant. Zunächst wird die Agentur die interne Kommunikation des auf dem Deutschen Apothekertag 2013 angestoßenen Leitbildprozesses übernehmen und in der zweiten Phase externe Maßnahmen umsetzen.

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2013; 38(22):3-3