Claudia Mittmeyer
Die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenversicherung sind allerdings nach wie vor üppig: Nach dem vorläufigen Jahresabschluss 2013 verbuchten die Kassen im letzten Jahr einen Überschuss von knapp 1,2 Mrd.€, der Gesundheitsfonds wies einen Überschuss von 510 Mio.€ aus. Insgesamt steigen die Finanzreserven auf rund 30,3 Mrd.€ – davon rund 16,7 Mrd.€ bei den Krankenkassen und rund 13,6 Mrd.€ beim Gesundheitsfonds.
„Sehr aufgeschlossen“ ist man bei der SPD nicht nur für den sogenannten Apothekenbus, sondern auch für die Arzneimittelabgabe durch Ärzte – das wurde deutlich im DAZ-Interview mit der gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion Hilde Mattheis. Weniger aufgeschlossen zeigte Mattheis sich beim Thema Apothekerhonorar: Sie habe als Jahresgehalt 80.000€ im Kopf, und das sei doch nicht schlecht...
Über deutlich höhere Einkommen als die durchschnittlichen Apotheker können sich die Chefs der gesetzlichen Krankenkassen freuen. Laut Bundesanzeiger bekam Jens Baas (TK) 2013 288.847,22€, Christoph Straub (Barmer GEK) 257.812,50€ als Grundvergütung zuzüglich einem variablen Anteil von 25.000€ und Herbert Rebscher (DAK) knapp 247.000€. Christopher Hermann (AOK Baden-Württemberg) kam insgesamt auf 223.500€ und Rainer Striebel (AOK Plus) auf gut 246.000€.
Der Orthopäde Andreas Gassen ist neuer Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Gassen folgt auf Andreas Köhler, der Anfang des Jahres aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt hatte.
Obwohl die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen nach Angaben des Statistischen Bundesamts 2012 weiter anstieg auf rund 5,2 Mio. Menschen, ging die Zahl der in öffentlichen Apotheken Beschäftigten erstmals seit Jahren zurück – und zwar um 3.000 auf 228.000 (davon 192.000 Frauen).
Die Erkältungswelle zu Jahresbeginn 2013 machte sich nicht nur bei den Apothekenumsätzen, sondern auch bei den krankheitsbedingten Fehlzeiten bemerkbar. Nach Mitteilung der Techniker Krankenkasse (TK) stieg der Krankenstand der Berufstätigen 2013 auf durchschnittlich 4,02%. Dies entspricht einer Fehlzeit von 14,7 Tagen pro Person – knapp einen halben Tag mehr als im Vorjahr.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2014; 39(06):3-3