Prof. Dr. Reinhard Herzog
Tees sind ja was Leckeres, doch selbst hier kann man einen unkonventionellen Rotstift ansetzen:
Die Schwaben sind ja für ihre Sparsamkeit bekannt. So auch beim „schwäbischen Teekochen“. Das funktioniert so: Nehmen wir an, eine Kanne mit 1,5 Liter Tee für den Tag soll zubereitet werden. Der Sparsame kocht indes nur etwa die Hälfte des Wassers auf, gibt die Teemenge für das Gesamtvolumen hinein, lässt ziehen, und gibt dann die restliche Hälfte kaltes Wasser hinzu – voilà ! Nicht nur, dass man den Tee gleich angenehm temperiert trinken kann (Zeitersparnis!), man spart auch Energie. Doch ist die wirklich nennenswert, bei angenommen 300 Tagen im Jahr?
Lösung des Rätsels aus dem letzten AWA Nr. 11/2016:
Bei 700 bis 800 Rezepten bedeutet plus/minus ein einzelnes Rezept eine Toleranz von etwas über einem Promille. Differenzen in der Papierdicke, die unterschiedliche Feuchte der einzelnen Rezeptblätter, lädierte Exemplare, aber auch Korrekturstifte bzw. -bänder können die Gewichte schnell insoweit verfälschen (selbst wenn sich Etliches statistisch ausgleicht), sodass eine Aussage zur exakten Stückzahl bei einem so groÃen Stapel zweifelhaft ist. Bei nur 50 oder 100 Rezepten sähe es schon anders aus.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2016; 41(12):2-2