BARMER GEK Arzneimittelreport 2016

Konzentrierte Pharma-Facts


Prof. Dr. Reinhard Herzog

Prof. Dr. Daniel Grandt (Klinikum Saarbrücken) und Dr. Ingrid Schubert von der PMV Forschungsgruppe der Uni Köln zeichnen neuerdings für den jährlichen Arzneimittelreport der BARMER GEK (nicht zu verwechseln mit dem Arzneiverordungs-Report in Buchform) verantwortlich. Prof. Dr. Gerd Glaeske aus Bremen ist zwischenzeitlich in den Ruhestand gegangen.

Auf Basis der 9,05 Mio. Versicherten, davon 77,2 % mit mindestens einer Verordnung im letzten Jahr, gibt es wieder eine Fülle interessanter Fakten:

Nur 0,08 % der Patienten mit Verordnungen erfordern 10 % der Fertigarzneimittelkosten (das sind gerade zwei Kunden in jeder Apotheke), 0,63 % stehen für 30 % Kostenanteil und 2,88 % für die Hälfte (= rund 80 Kunden in der Durchschnittsapotheke). Teuerster Einzelfall: Das Enzym Galsulfase für ca. 1,34 Mio. € und einen (!) Patienten.

21 % der Arzneimittelkosten entfallen inzwischen auf Biotechnologika. Bezogen auf die Tagesdosen beträgt ihr Anteil aber nur 2,5 % (absolut 122 Mio. DDD).

Die häufigsten verordneten Wirkstoffe sind Ibuprofen (bekamen 1,7 Mio. Versicherte = ca. 20 %), Pantoprazol (1,1 Mio.) und das nicht unkritische Metamizol-Na (1,0 Mio.). Es folgen Levothyroxin-Na und Ramipril.

Die Einzelwirkstoffe mit den höchsten Kosten sind Adalimumab (Humira®), Sofosbuvir/Ledivaspir (Sovaldi® und Harvoni®) sowie Bevacizumab (Avastin®).

Den gesamten Report finden Sie gratis zum Download unter: https://presse.barmer-gek.de

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2016; 41(13):3-3