Prof. Dr. Reinhard Herzog
Marketing ist ja immer ein großes Thema, damit auch Aktionen:
So können Sie Ihre Kunden um die Preise im rabattfähigen Sortimentsbereich würfeln lassen. Wenn Sie dies einmal in der Woche (bei angenommen 6 vollen Öffnungstagen in der Woche, z. B. Center) anbieten, und der Rabatt betrage 5 % je gewürfeltes Auge, mit welchem Nachlass (sprich Ertragsverlust) müssen Sie rechnen? Die Rechnung kann dennoch aufgehen – nämlich durch clevere Ausgestaltung der Regeln im Detail und wenn Sie was zusätzlich erreichen?
Lösung des Rätsels aus dem letzten AWA Nr.19/2016:
Die PTA hat bisher 15 Kunden je Stunde mal 1.400 h = 21.000 Kunden pro Jahr. 1 € mehr Korbumsatz bedeutet ein Umsatzplus von 21.000 € p.a., bei angenommen 40 % Spanne bei Zusatzverkäufen sind das 8.400 € mehr Rohertrag. Dagegen stehen 13 mal 250 € mehr Gehalt, mit Arbeitgeber-Nebenkosten von etwa 25 % stehen also rund 4.060 € Mehrkosten auf der Uhr. Insoweit wäre es in der Tat eine Win-win-Situation – der zusätzliche Rohertrag würde geteilt. Aber Achtung: Die Steigerung des Korbumsatzes könnte durch weniger Kunden je Stunde erkauft werden, infolge der intensiveren „Bearbeitung“. Das wäre zusätzlich zu regeln.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2016; 41(20):2-2