AWA-Rückblick

Nachrichten in aller Kürze


Prof. Dr. Reinhard Herzog

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland nahmen 2015 das vierte Jahr in Folge stärker zu als das Bruttoinlandsprodukt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, beliefen sie sich auf 344,2 Mrd. € oder 4.213 € je Einwohner, was einem Anteil von 11,3 % des Bruttoinlandsproduktes entspricht. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Gesundheitsausgaben um 15,0 Mrd. € bzw. 4,5 %. Für das Jahr 2016 prognostiziert das Statistische Bundesamt einen Anstieg der Gesundheitsausgaben auf 359,1 Mrd. €.

Die Verwerfungen aufgrund der exklusiven Zyto-Verträge zwischen Apotheken und Krankenkassen hatten im letzten Jahr für reichlich Wirbel in der Publikumspresse gesorgt. Schnell waren sich die Gesundheitspolitiker der Großen Koalition einig darüber, dass sie bei diesem Thema nur verlieren konnten. Die Abschaffung wird nun im Rahmen des AMVSG erfolgen. Für die bestehenden Verträge ist nach einem Bericht von DAZ.online geplant, dass sie innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten des AMVSG ausgelaufen sein müssen.

Gleich mit zwei prominenten Gesundheitspolitikern an der Spitze ihrer Landesliste zieht die nordrhein-westfälische CDU in den Bundestagswahlkampf: Platz 1 nimmt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe ein. Auf Platz 2 folgt Karl-Josef Laumann, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium und Patientenbeauftragter der Bundesregierung.

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2017; 42(05):2-2