Prof. Dr. Reinhard Herzog
Heute wieder etwas zum Thema „wertvolle Zeit am HV-Tisch“:
Inzwischen werden zum Teil über 30% der Umsätze bargeldlos getätigt (allerdings ein geringerer Anteil der Vorgänge, Kleinbeträge laufen eher noch bar). Aber ist die Kartenzahlung überhaupt ein zeitlicher Vorteil oder eher eine Zusatzbelastung?
Lösung des Rätsels aus dem letzten AWA Nr. 5/2017:
Die Apothekenzahlentwicklung bringt Gewinner und Verlierer hervor. Entscheidend ist die Zahl der Neugründungen und der Schließungen. Erfahrungsgemäß spüren etwa 3 bis 5 Apotheken im näheren Umfeld sehr deutlich etwas von einer Schließung bzw. Neugründung, in Einzelfällen spielt sich das Wesentliche auch nur zwischen zwei oder drei Betrieben ab. Bei 123 Neugründungen dürften um 400 bis 600 Apotheken negativ betroffen sein, also etwa jede 40. Apotheke bundesweit. Von den 349 Schließungen sollten deutlich über 1.000 bis gut 1.500 Betriebe merklich profitieren – also eine Apotheke von etwa 15. Aufgrund der Verteilungseffekte spielen sich die Umsatzgewinne bzw. -verluste i.d.R. im niedrig sechsstelligen Bereich ab – freilich mit großen Streuungen.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2017; 42(06):2-2