Dr. Hubert Ortner
Der durch die Corona-Pandemie verstärkte Trend zum kontaktlosen Bezahlen hält weiter an. Von Januar bis März 2022 haben 93% der Deutschen mindestens einmal mit Karte, Smartphone oder Smartwatch bezahlt. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 85%, Ende 2020 waren es erst 79%. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Corona hat dem kontaktlosen Bezahlen einen Schub gegeben – und dieser Schub wirkt nach“, sagt Kevin Hackl, Referent Digital Banking beim Bitkom.
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Zu Smartphone oder Smartwatch hat im ersten Quartal jeder Zweite (48%) an der Kasse gegriffen. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei erheblich niedrigeren 38%. Täglich oder sogar mehrmals täglich nutzen 14% ihr Smartphone oder ihre Smartwatch zum Bezahlen, 13% mehrmals die Woche. Etwa einmal pro Woche nutzen 9% Smartphone oder Smartwatch zum Bezahlen im Geschäft, 13% tun dies seltener.
Der Trend zum elektronischen Bezahlen an der Kasse dürfte sich somit weiterhin fortsetzen. Damit werden auch die Rufe nach einem Eingreifen der Politik lauter.
So unterstützen zwei Drittel der Befragten (65%) die Forderung, dass alle Geschäfte gesetzlich dazu verpflichtet sein sollten, neben Bargeld auch mindestens eine elektronische Bezahlmöglichkeit anzubieten.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2022; 47(13):3-3