Knapp 10 Mrd. € Ausgleichszahlungen für Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen

Pandemie treibt Zuschüsse für Gesundheitsausgaben auf Rekordhoch


Dr. Hubert Ortner

Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2020 67,9 Mrd. € der laufenden Gesundheitsausgaben in Deutschland i.H.v. 431,8 Mrd. € über staatliche Transfers und Zuschüsse finanziert – 16,3 Mrd. € mehr als im Jahr 2019. Damit stiegen diese gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Prozentpunkte auf einen Anteil von 15,7%. Ursächlich waren vor allem direkte Bundeszuschüsse zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Als direkten Bundeszuschuss (re-)finanzierte der Bund über den Gesundheitsfonds im Jahr 2020 9,9 Mrd. € für Ausgleichszahlungen an Krankenhäuser, Vorsorge- und Reha-Einrichtungen sowie Schutzmasken. Weitere 3,5 Mrd. € zahlte der Bund für Testungen nach der Coronavirus-Testverordnung.

270,8 Mrd. € laufende Gesundheitsausgaben in Deutschland finanzierten sich im Jahr 2020 über Sozialversicherungsbeiträge. Sie bildeten mit einem Anteil von 62,7% weiterhin die wichtigste Finanzierungsquelle.

Eine weitere Säule der Finanzierung der laufenden Gesundheitsausgaben bildeten die sonstigen inländischen Einnahmen (zum Beispiel Zahlungen der privaten Haushalte für ambulante und stationäre Pflege) mit einem Volumen von 58,8 Mrd. € (13,6%). Pflichtprämien, etwa für die private Krankheitsvollversicherung, finanzierten 28,7 Mrd. € (6,7%), durch freiwillige Prämien z.B. für Krankenzusatzversicherungen kamen 5,6 Mrd. € (1,3%) herein.

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2022; 47(14):3-3