Prof. Dr. Reinhard Herzog
Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Renten- und Arbeitslosenversicherung betragen in den alten Bundesländern 63.600 € (2007: 63.000 €) im Jahr und monatlich 5.300 € (2007: 5.250 €). In den neuen Bundesländern werden sie von jährlich 54.600 € (2007) auf 54.000 € und von monatlich 4.550 € auf 4.500 € reduziert.
Die Beitragssätze der Renten- und Arbeitslosenversicherung sind bundesweit einheitlich. Sie betragen zum 1. Januar 2008 in der Rentenversicherung unverändert 19,9 %, in der Arbeitslosenversicherung sinken sie von 4,2% auf 3,3%.
In der Kranken- und Pflegeversicherung steigen die Beitragsbemessungsgrenzen bundeseinheitlich von jährlich 42.750 € (2007) auf nunmehr 43.200 € und von monatlich 3.562,50 € auf 3.600 €.
In der Pflegeversicherung beträgt der bundesweite Beitragssatz 1,7 %. Er soll vom 1. Juli 2008 an um 0,25 %-Punkte erhöht werden. Kinderlose Arbeitnehmer über 23 Jahre haben einen zusätzlichen Beitragssatz von 0,25 % zu tragen.
Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAE-Grenze) ist die Obergrenze für die Beurteilung der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die allgemeine Grenze beträgt im Jahr 2008 48.150 € (2007: 47.700 €).
Arbeitnehmer, die am 31. Dezember 2002 wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei und privat krankenversichert waren, bleiben weiterhin versicherungsfrei, wenn ihr Jahresarbeitsentgelt die besondere Grenze von 43.200 € (2007: 42.750 €) überschreitet.
Durch das am 1. April 2007 in Kraft getretene GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) sind Arbeitnehmer nur dann krankenversicherungsfrei, wenn ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt über der aktuellen JAE-Grenze liegt und auch bereits in den letzten drei Kalenderjahren die jeweiligen JAE-Grenzen überschritten hat (siehe Tabelle oben).
Der Beitragszuschuss des Arbeitgebers für privat krankenversicherte Beschäftigte beträgt im Jahr 2008 bundesweit maximal 250,20 €, höchstens jedoch die Hälfte des zu entrichtenden Beitrags.
Für Beschäftigte, die privat pflegeversichert sind, hat der Apotheker als monatlichen Zuschuss maximal 30,60 € (in Sachsen: 12,60 €) zu zahlen. Mit der geplanten Erhöhung des Beitragssatzes zur Pflegeversicherung ändert sich dieser Betrag ab 1. Juli 2008.
Die Geringverdienergrenze beträgt weiterhin bundesweit 325 € im Monat. Bis zu diesem Arbeitsentgelt sind die Beiträge zur Sozialversicherung vom Apotheker allein zu tragen, wobei diese Regelung nur für Auszubildende gilt.
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Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2008; 33(01):12-12