Claudia Mittmeyer
Die überwiegende Mehrheit der deutschen Apotheker hätte auch im Fall der Abschaffung des Fremd- und Mehrbesitzverbots kaum Interesse daran, einer Apothekenkette beizutreten – so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage bei 1.820 Apothekenleiterinnen und -leitern, die das Kölner Institut für Handelsforschung im Auftrag der Pharma Privat durchgeführt hat.
Danach stimmen fast zwei Drittel der Befragten der Aussage „Wenn das Fremdbesitzverbot fällt, werde ich mich einer Kette anschließen“ eher nicht bzw. gar nicht zu. Lediglich 8% der Apothekenleiterinnen und -leiter würden ggf. einer Kette beitreten, der Rest ist unentschlossen.
Weiterhin sind mehr als 70% der Befragten der Meinung, dass wirtschaftliches Know-how „zukünftig der entscheidende Erfolgsfaktor einer Apotheke“ sein wird. Dies stellt jedoch offenbar keinen Gegensatz zur heilberuflichen Kompetenz des Apothekers dar, denn fast zwei Drittel der Befragten glauben nicht, dass diese in Zukunft an Bedeutung verlieren wird.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2008; 33(24):2-2