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AWA-Rückblick: Nachrichten in aller Kürze


Dr. Christine Ahlheim

  • Die im – zwischenzeitlich zurückgezogenen – Arbeitsentwurf zur neuen Apothekenbetriebsordnung vorgesehene Begrenzung des Nebensortiments auf maximal 30% der Offizinfläche schlug publizistische Wellen: Auf einmal befassten sich zahlreiche Organe der Publikumspresse – von der Frankfurter Allgemeinen über die Süddeutsche Zeitung bis hin zur Zeit – in aller Ausführlichkeit mit dem Thema, das außerhalb des Sommerlochs wohl kaum mehr als eine kurze Meldung wert gewesen wäre.
  • Nomen est omen – viel mehr fällt einem nicht ein zum in der Bild-Zeitung geäußer­ten Vorschlag des ansonsten eher unbekannten CDU-Abgeordneten Marco Wanderwitz, Übergewichtige mit höheren Krankenkassenbeiträgen zu belegen.
  • Zwar jammern die Ärzte gerne über ihre finanzielle Situation und gerieren sich als notorisch unterbezahlt – so rechtes Mitleid mag sich aber angesichts der jüngst veröffentlichten Zahlen, nach denen die Ärztehonorare 2009 um mehr als 6% gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind, dann doch nicht einstellen.
  • Das Pick-up-Verbot soll trotz der Intervention des Justiz- und des Innenministeriums nun doch noch kommen: Der CDU-Gesundheitspolitiker Willi Zylajew verkündete im TV-Interview mit der Deutschen Apotheker Zeitung, dass die Ex­perten der Koalitionsfrak­tionen derzeit an einer gerichtsfesten Formulierung arbeiteten, die im laufen­‑ den AMNOG-Gesetz­ge­bungs­ver­fahren eingespeist werden solle.

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2010; 35(15):2-2