Dr. Christine Ahlheim
Rund ein Viertel der Apothekeninhaber ist älter als 60 Jahre (Stichtag: 31. Dezember 2008). Hier steht in nicht allzu ferner Zukunft die Übergabe an einen Nachfolger bevor – oftmals aus der eigenen Familie. Doch was in der Theorie ganz einfach scheint, sieht in der Praxis häufig völlig anders aus.
Neben den rechtlichen und steuerlichen Aspekten, die mit einer Apothekenübergabe in der Familie verbunden sind, treten nicht selten vielfältige emotionale Probleme zutage. Ungelöste Kindheitskonflikte, Neid unter Geschwistern, Angst vor Statusverlust bei den Eltern – vieles erschwert die Übergabe, manches lässt sie sogar scheitern.
Etliche Probleme können zumindest entschärft werden, wenn sich die Beteiligten frühzeitig mit dem Thema befassen. So sollte die abgebende Generation, deren Lebensinhalt oft über Jahrzehnte hinweg die Apotheke war, beizeiten ihre persönlichen Interessen pflegen und ihr „Leben nach der Apotheke“ planen – die Aussicht auf eine sinnerfüllte Zukunft macht das Loslassen erheblich leichter.
Genügend Zeit sollte aber auch dafür vorgesehen werden, einen Modus für die Apothekenübergabe zu finden, bei dem sich kein Familienmitglied übervorteilt fühlt. Muss hier allzu schnell entschieden werden, kann es zu Ungerechtigkeiten kommen, die den Familienfrieden nachhaltig stören oder gar zerstören.
Darüber, wie Sie das Thema der Apothekenübergabe in der Familie angehen sollten und welche (steuer-)rechtlichen Aspekte zu beachten sind, können Sie sich in dieser sowie den beiden folgenden Ausgaben des AWA informieren.
Deutscher Apotheker Verlag
AWA -Redaktion
Dr. Christine Ahlheim M.A.
Apothekerin
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2010; 35(16):2-2