Claudia Mittmeyer
Mit dem Rauchen aufhören, sich gesünder ernähren, abnehmen oder mehr Sport treiben – das sind die typischen guten Vorsätze zum neuen Jahr. Ganz oben auf der Liste für 2011 steht dem aktuellen DAK-Gesundheitsbarometer „Gute Vorsätze für 2011“ zufolge allerdings etwas anderes: So gaben 59 % der Befragten an, Stress vermeiden oder abbauen zu wollen.
Weniger (beruflichen) Stress – das wünschen sich wohl auch viele Apothekerinnen und Apotheker für 2011. Einen ersten Stress-Test wird es jedoch schon zu Beginn des neuen Jahres geben, wenn in Ihrer Apotheke wegen der neuen Rabattverträge wieder einmal erhöhter Beratungsbedarf besteht. Von den Auswirkungen des zum Jahresanfang in Kraft tretenden AMNOG ganz zu schweigen.
Ihrem Bedürfnis nach weniger Stress kann wohl nur dann Rechnung getragen werden, wenn die Verantwortlichen in der Politik ebenfalls ein paar gute Vorsätze für das neue Jahr fassen. Zu denken wäre da etwa an den Vorsatz, an die Novellierung der Apothekenbetriebsordnung mit Sachverstand anstatt mit (Über-)Regulierungseifer heranzugehen, um eine sachgerechte Lösung für die Apotheken zu erarbeiten. Oder aber an den Vorsatz, den Auswüchsen des Versandhandels in Form der Pick-up-Stellen doch noch einen Riegel vorzuschieben. Viel erreicht wäre aber auch schon, wenn den Verantwortlichen bewusst würde, wie sehr sie die Apotheken mit vielen Maßnahmen belasten – verbunden mit dem guten Vorsatz, weitere Belastungen zu vermeiden.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes neues Jahr, das hoffentlich auch einmal die eine oder andere positive Überraschung für die Apotheker bereithält.
Deutscher Apotheker Verlag
AWA -Redaktion
Claudia Mittmeyer
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2011; 36(01):2-2