Dr. Christine Ahlheim
- In einer gemeinsamen Sitzung haben sich das Parteipräsidium und die Landesvorsitzenden der FDP darauf geeinigt, dass Philipp Rösler neuer Parteivorsitzender der Liberalen werden soll. Rösler hatte zuvor seine Bereitschaft erklärt, auf dem kommenden Bundesparteitag im Mai als Nachfolger von Guido Westerwelle zu kandidieren. Als neuer FDP-Parteichef soll Rösler auch Vizekanzler werden. Seinen Posten als Bundesgesundheitsminister wird er wohl beibehalten.
- Auch Gesundheitsstaatssekretär Daniel Bahr strebt offenbar innerhalb der FDP höhere Weihen an: Der Landesvorsitzende der FDP in Nordrhein-Westfalen kündigte an, beim Bundesparteitag im Mai für das Präsidium der FDP zu kandidieren, im Gespräch ist er sogar als stellvertretender Parteivorsitzender.
- Für eine Änderung der Apothekenvergütung hat sich die Vorsitzende des Sächsischen Apothekerverbandes Monika Koch im Rahmen des Sächsischen Apothekertages ausgesprochen. Koch plädiert für eine Dynamisierung der derzeit fixen Apothekenvergütung von 8,10 €, denkbar sei eine Orientierung an der Grundlohnsummensteigerung wie bei den Ärzten. Man brauche „ein automatisiertes Verfahren, um Inflation und Kostensteigerungen ausgleichen zu können“.
- Die Rabattverträge bringen der GKV Einsparungen in Milliardenhöhe. Nach aktuellen Daten aus dem Bundesgesundheitsministerium erhielten die Kassen 2010 dadurch mehr als 1,1 Mrd. € Rabatt auf ihre Arzneimittelausgaben.
- Mit Sonderzahlungen und besseren Arbeitsbedingungen wollen Bund und Länder zukünftig Mediziner aufs Land locken, um den dort drohenden Ärztemangel zu bekämpfen. Ein entsprechendes Gesetz soll am 1. Januar 2012 in Kraft treten.
- Auch bei den Privatversicherten steigt die Generikaquote stetig an. Wie das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP) feststellte, lag der Wert im generikafähigen Markt 2009 bei 55,2% und damit um 3,8%-Punkte höher als im Vorjahr. Zum Vergleich: In der GKV liegt die Generikaquote bei 89,9%.
- Birgit Fischer, ab 1. Mai vfa-Hauptgeschäftsführerin, lässt ihr Amt im SPD-Bundesvorstand ruhen – dies war ihr laut dem Tagesspiegel aus der SPD-Spitze nahegelegt worden.
- Mehr als die Hälfte der zulasten der GKV abgegebenen Arzneimittel sind mittlerweile rabattiert: Nach den Daten des Marktforschers Insight Health lag der Anteil der Rabattarzneimittel im Februar 2011 bei 50,2%.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2011; 36(08):2-2