AWA-Rückblick

Nachrichten in aller Kürze


Claudia Mittmeyer

  • Der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) und die Apothekengewerkschaft ADEXA haben zum 1. Januar 2012 einen Tarifvertrag zur betrieblichen Alters­vorsorge geschlossen. Er sieht – abhängig von der wöchentlichen Arbeitszeit des Mitarbeiters – Arbeitgeberbeiträge von 10,00€ bis 27,50€ vor. Zudem erhalten die Mitarbeiter die Mög­lichkeit zur Entgeltumwandlung. Nähere Informationen sind unter www.apothekenrente.info, unter www.adexa-online.de sowie auf den Webseiten der Mitgliedsorganisationen des ADA zu finden.

  • Für Diskussionen sorgte wieder einmal der alljährlich vorgestellte Arzneimittelreport der Barmer GEK unter Studienleitung von Prof. Gerd Glaeske. Unter anderem wird den Ärzten darin vorgehalten, alkoholabhängigen Patienten und Demenzkranken trotz klarer Kontraindikation bzw. dadurch erhöhtem Sterberisiko zu häufig riskante Arzneimittel zu verordnen.

  • Neuer Vorstandsvorsitzender des Stuttgarter Pharmahändlers Celesio und damit Nachfolger von Fritz Oesterle wird Markus Pinger, der bislang Vorstandsmitglied der Beiersdorf AG war.

  • Für großen medialen Wirbel sorgte die Meldung über steigende Behandlungskosten bei der zahnärztlichen Versorgung. Die neue Gebührenordnung, die noch beschlossen werden muss und Anfang 2012 in Kraft treten soll, regelt die Vergütung der Zahnärzte durch Privatpatienten. Entsprechende Gebührenerhöhun­gen hätten aber auch Auswirkungen für Kassenpatienten bei Behandlungen, die über die Standardleistungen hinausgehen.

  • Die Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen ist besser als erwartet: So beläuft sich der Überschuss im ersten Quartal 2011 nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) auf rund 1,47Mrd.€. Berücksichtigt werden müsse dabei allerdings das rechnerische Defizit des Gesundheitsfonds in Höhe von 520 Mio.€.

  • Weiterhin spannend bleibt es in Sachen Apothekenbetriebsordnung: Zwar äußerte die zustän­dige Ministerialrätin im BMG Dagmar Krüger bei einer BVDA-Veranstaltung in Halle, dass man bis zur Sommerpause einen Referentenentwurf vorlegen wolle – Eile habe man aber „nicht unbedingt“. Ziel sei, den Apothekern mehr Entscheidungsspielraum einzuräumen. Für Filialverbünde seien „Erleichterungen“ wie gemeinsames Labor und gemeinsame Rezeptur geplant.

  • Der offizielle Referentenentwurf des „Gesetzes zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung“ sieht u.a. für die gesetzlichen Krankenkassen eine Erweiterung ihrer bisherigen Angebotsmög­lichkeiten für Satzungsleistungen vor. Dies würde auch den Bereich der nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel betreffen, die dann erstattet werden könnten.

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2011; 36(13):2-2