Prof. Dr. Reinhard Herzog
Meldungslage entscheidet
Entscheidend ist letztlich, ob die Nachrichtenlage im Dezember so ruhig bleibt, dass es zu keiner Fluchtbewegung aus Aktien kommt. Im Klartext: keine nennenswerten Meldungen über eine mögliche Abschwächung der Konjunktur, keine Hiobsbotschaften aus den großen Unternehmen und keine neuerliche Zuspitzung der Schuldenkrise. Kurssteigerungen im Dezember steht dann nichts mehr im Weg, wobei Analysten das Potenzial auf 2,5% bis 4,5% taxieren.
Im Übrigen sollten Anleger selbst im Fall einer freundlichen Jahresend-Börse nicht gleich Anfang Januar wieder aussteigen: Die ersten drei Monate eines Jahres sind ebenfalls häufig von steigenden Börsenkursen begleitet, ausgelöst u.a. durch eine erhebliche zufließende Liquidität aus Zinserträgen festverzinslicher Wertpapiere und den Erwartungen hoher Dividendenzahlungen der Standardwerte.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2012; 37(22):15-15