AWA-Rückblick

Nachrichten in aller Kürze


Claudia Mittmeyer

Mit einer Neugestaltung ihres Internetauftritts hat die ABDA einen ersten Schritt getan, um ihre Online-Präsenz zu verbessern. Als nächstes soll die Kommunikation über Social Media wie Facebook und Twitter ausgebaut werden. Und auch die Suche nach einer neuen Bleibe geht voran: Sieben Objekte sind in der engeren Auswahl, bis zum nächsten Sommer soll eine zügige (!) Entscheidung getroffen werden.

Wer bislang Fan von Frank Plasbergs „Hart aber fair“ war, wurde kürzlich herb enttäuscht: Bei der Diskussionsrunde zum Thema „Russisch Roulette auf Rezept – wie gefährlich ist die Medikamenten-Flut?“ war kein einziger Apotheker anwesend. Zu dem bewussten Übergehen der Arzneimittelfachleute äußerte DAV-Chef Fritz Becker in Anlehnung an den Titel der Sendung: „Das ist ‚hart‘, gleichwohl aber wenig ‚fair‘.“

Nachdem Bodo Ramelow zum ersten Ministerpräsidenten der Linken gewählt wurde, wird nun auch das thüringische Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie von einer Politikerin der Linken geleitet. Heike Werner, die zu DDR-Zeiten SED-Mitglied und Praktikantin in der FDJ-Kreisleitung Zwickau war und es zuletzt nicht mehr in den sächsischen Landtag schaffte, wurde Nachfolgerin von Heike Taubert. Diese konnte als Spitzenkandidatin der SPD nur rund 12% der Stimmen einfahren und ist nun neue Finanzministerin.

Ab März soll die künftige Ausgestaltung des Pharmaziestudiums mit Hochschullehrern, Fachorganisationen, Verbänden und Apothekern diskutiert werden, kündigten ABDA-Präsident Friedemann Schmidt und BAK-Präsident Andreas Kiefer an. Beide bekannten sich zum naturwissenschaftlichen Charakter des Studiums und Schmidt betonte: „Wir wollen keine kleinen Ärzte sein.“

HRA Pharma, Hersteller von ellaOne, rechnet mit einer Entlassung seiner „Pille danach“ aus der Rezeptpflicht ab März 2015. Um die Apotheken darauf vorzubereiten, will das Unternehmen – so Geschäftsführer Klaus Czort – ab Januar 2015 gezielt die Apotheken adressieren und sich in den kommenden Monaten auf entsprechende Schulungen der Apotheker und ihres Personals konzentrieren.

Erst vor Kurzem hatte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe die Wahl zum Bezirksvorsitzenden in seiner niederrheinischen Heimat verloren, nun wurde ihm auch noch der Einzug ins CDU-Präsidium verwehrt. Da sich um den frei werdenden Platz des ehemaligen JU-Vorsitzenden Philipp Mißfelder sowohl Gröhe als auch der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn bewarben, kam es zur Kampfabstimmung. Nachdem Gröhe im ersten Wahlgang auf dem vorletzten Platz (und damit hinter Spahn) landete, zog er – damit das Frauenquorum gewahrt bleibt – seine Bewerbung zugunsten von Emine Demirbüken-Wegner zurück.

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2014; 39(24):2-2