AWA

Gripsgymnastik


Prof. Dr. Reinhard Herzog

Zum Thema Frequenzmarketing passt diese Aufgabe:

Coupons z. B. auf Flyern oder als eigenständige Zugabe beim Kauf bestimmter Produkte sind ein bekanntes Marketinginstrument. Dabei können Sie einen prozentualen Rabatt (sinnvolle Höhe?) ausloben oder auch einen festen Betrag (quasi einen Gutschein). Beides wird im Handel praktiziert. Was ist dabei attraktiver (aus Kundensicht), was günstiger und wirksamer aus Apothekensicht?

Lösung des Rätsels aus dem letzten AWA Nr. 21/2016:

0,50 € Kundenvorteil durch Talersammeln je 10 € Einkaufsbetrag – wie hoch ist der Nachlass wirklich?

Die auf den ersten Blick naheliegenden 5 % markieren die Obergrenze, die praktisch nicht näherungsweise erreicht wird. So bekommen die Kunden unterhalb einer gewissen Wertgrenze noch keinen Taler (nicht rabattierter „Sockel“), die Einkaufsbeträge liegen zudem meist mehr oder weniger deutlich oberhalb der jeweiligen Grenzen, ab denen es den nächsten Taler (bzw. Stempel, Rabattmarke etc.) gibt. Weiterhin stellen die 0,50 € „Talerwert“ den Wert aus Kundensicht dar. Zumindest bei Sachprämien liegt Ihr Einstandswert deutlich niedriger. Zu guter Letzt werden bei Weitem nicht alle Taler eingelöst! Fazit: Der effektive Rabatt liegt eher bei nur 2 % bis 3 %.

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2016; 41(22):2-2