Versand

OTC und Nicht-Arzneimittel im Fokus


Prof. Dr. Reinhard Herzog

Um gut 57 % auf 1,61 Mrd. € zu realen Brutto-Kundenverkaufspreisen (rAVP) hat sich der OTC-Versandhandelsumsatz (Arznei- und Nichtarzneimittel, ohne Diagnostika) von 2013 bis zum 12-Monatszeitraum einschließlich April 2017 gesteigert. Bei Nichtarzneimitteln betrug das Plus gar 80 %. Der OTC-Packungsabsatz kletterte um 55 % auf 152 Mio.

Die Offizin-Apotheken verloren derweil 5 % der Packungen auf 910 Mio., der Umsatz kletterte immerhin um 3 % auf 8,58 Mrd. € brutto nach Angaben der Marktforschungsfirma Insight Health.

Die Preisabstände zu den „Listenpreisen“ betrugen in den Offizinen im Schnitt 8,7 % bei den OTC-Arzneimitteln und 10,6 % bei den Nichtarzneimitteln. Der Versand lag 25,8 % resp. 34 % darunter. In den letzten 12 Monaten lagen in den Offizinen Expektorantien mit 497 Mio. € (rAVP) an der Spitze, gefolgt von Schmerzmitteln mit 448 Mio. € und schmerzlindernden Einreibungen mit 265 Mio. €. Im Versand dominieren ebenfalls Analgetika (53,2 Mio. €), danach überraschenderweise Homöopathika (49,5 Mio. €) und Expektorantien (49,3 Mio. €). Beim Klassiker „Voltaren Schmerzgel®“ kommen 15,5 % vom Gesamtumsatz von 212 Mio. € inzwischen per Post, daneben zählen Tebonin® und Iberogast® zu den häufigsten Versandprodukten.

Bei den Nichtarzneimitteln ist der Versand bei künstlichen Tränen (30,4 Mio. €), Probiotika (29,2 Mio. €) und Gesichtspflege mit Schwerpunkt Antiaging (28,8 Mio. €) gut unterwegs.

Quelle: Insight Health, www.insight-health.de/de/news/marktdaten

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2017; 42(12):3-3