Dr. Michael Brysch
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
mehr als 45 Milliarden Euro wende die deutsche Wirtschaft derzeit allein dafür auf, die Informationspflichten des Bundesrechts zu erfüllen. Das berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung kürzlich mit Verweis auf das Statistische Bundesamt. Trotz Bestrebungen der Bundesregierung, dagegen vorzugehen, habe der Wert für den sogenannten „Bürokratie-Index“ seit 2012 nur unwesentlich abgenommen.
Wir dürfen wohl mutmaßen, dass die unserem Berufsstand auferlegte Bürokratie nicht unwesentlich ab-, sondern vielmehr stetig zunimmt. Man denke nur an die Dokumentation in der Rezeptur oder an die Abrechnung mit den Krankenkassen! Nicht vergessen seien auch die Anforderungen, die das Finanzamt an die Buchhaltung stellt!
Ab dem kommenden Jahr können nun auch noch die Prüfer des Finanzamtes unangekündigt während der Geschäftszeiten in der Apotheke erscheinen, um Ihre Kasse zu überprüfen. Welche Herausforderungen im Rahmen dieser „Kassen-Nachschau“ auf Sie zukommen, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.
Bei alledem ist Ihre Zeit das A und O: Zunächst die Zeit, um die bürokratischen Aufgaben abzuarbeiten. Weiterhin die Zeit, die Sie für Ihre eigentliche Profession als Heilberufler zum Wohle des Patienten und der Allgemeinbevölkerung benötigen. Und schließlich die Zeit für Sie selbst, für Ihre Familie und Freunde. So haben wir für Sie auch Tipps zum Zeitmanagement zusammengestellt.
Ich wünsche Ihnen ganz unbürokratisch eine anregende Lektüre – nicht zuletzt auch der neuen Kolumne von Herrn Dr. Herzog!
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Dr. Michael Brysch
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2017; 42(19):2-2