AWA-Rückblick

Nachrichten in aller Kürze


Dr. Michael Brysch

Laut dem Fehlzeiten-Report 2017 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK trat bei etwa der Hälfte der befragten 2.000 Beschäftigten während der vergangenen fünf Jahre ein kritisches Lebensereignis (z.B. finanzielle Probleme, Tod eines nahen Angehörigen) auf. 79,0% der betroffenen Beschäftigten berichteten von einer sehr starken oder starken Beeinflussung ihrer seelischen und 58,7% ihrer körperlichen Gesundheit. 53,4% fühlten sich in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt, 48,8% gingen krank zur Arbeit, 37,3% waren unzufrieden mit derselben und 34,1% meldeten sich häufiger krank. Unternehmen sollten deswegen Unterstützung anbieten. Überraschenderweise kamen in Betrieben mit bis zu zehn Beschäftigten „klärende Gespräche mit dem Vorgesetzten“ allerdings nicht zum Tragen.

Für eine Studie im Auftrag der UCB Pharma GmbH wurden 1.000 deutsche Bundesbürger ab 18 Jahren online zum „Image der Pharmaindustrie“ befragt: Die Branche insgesamt nehmen 24% der Befragten als positiv wahr. In den Augen von 89% verlangen die Hersteller oft zu hohe Preise für ihre Arzneimittel. Außerdem meinen 82%, dass neue Medikamente oft kaum besser als bereits vorhandene Alternativen sind. Immerhin gehen 87% der Befragten davon aus, dass die Unternehmen durch neue Medikamente eine bessere und gezieltere medizinische Versorgung ermöglichen. 88% halten die Hersteller überdies für wichtige Arbeitgeber und Steuerzahler am Standort Deutschland. Als Partner der Patienten werden die Unternehmen aber nur von 36% der Befragten erachtet.

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2017; 42(19):2-2