Editorial

Drei Haselnüsse für die Apotheke


Dr. Michael Brysch

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wenn Sie während der Festtage den Fernseher einschalten, kommen sie fast nicht um ihn herum: Den Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ aus dem Jahre 1973. Erzählt wird die Geschichte von Aschenbrödel, der drei Haselnüsse mit Zauberkräften geschenkt werden: In allen dreien ist jeweils das Kleid enthalten, das sich Aschenbrödel in der entsprechenden Situation wünscht.

Nun stellen Sie sich vor, Sie würden solche Haselnüsse geschenkt bekommen – und Sie könnten ganz frei drei Wünsche für die Apothekenlandschaft allgemein oder auch für Ihre eigene/n Apotheke/n äußern. Was würden Sie sich wünschen? Endlich eine Gesetzeslage, die der „Inländerdiskriminierung“ durch das EuGH-Urteil vom 19.10.2016 Einhalt gebietet? Ein Honorargutachten des Bundeswirtschaftsministeriums, das eher zugunsten der Apotheken ausfällt, als es die derzeit im Raum stehenden Zahlen vermuten lassen? Weniger Lieferengpässe? Eine höhere Arzneimittelsicherheit? Keine „Zyto“- oder ähnlichen Skandale mehr? Weniger Bürokratie? Weniger Stress? Mehr Apothekennachwuchs? Gesundes, zufriedenes und motiviertes Personal? Eine höhere Frequenz an umgänglicheren Kunden? Zündende Ideen für ein neues und innovatives Apothekenkonzept? Und/oder schlicht und einfach ein besseres Betriebsergebnis?

Was auch immer Ihre Wünsche sind: Ich wünsche Ihnen im Namen des gesamten AWA-Teams, dass sie sich (notfalls auch ohne Haselnüsse) erfüllen mögen! In diesem Sinne Ihnen und Ihren Lieben frohe Festtage!

Herzlichst Ihr

Dr. Michael Brysch

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2017; 42(24):2-2