Prof. Dr. Reinhard Herzog
Den meisten Apotheken droht am Jahresende wieder die Inventur:
Um die Spanne bzw. den Rohertrag zwecks Gestaltung der Gewinnsituation zu senken, soll man am Jahresende den Warenbestand möglichst weit reduzieren – was man durch die Abverkaufs- und Einkaufspolitik ja steuern kann. Stimmt das?
Lösung des Rätsels aus dem letzten AWA 23/2017:
Aus der Kalender-Verteilaktion lässt sich die Kundenzahl je Woche wie folgt errechnen: Das Verhältnis betrug ja 60 Tier- zu 45 Blumen- zu 30 Bauten-Kalendern. Auf 3.000 Tierkalender (am beliebtesten, zuerst weg) wurden somit erst einmal 2.250 Blumen- und 1.500 Bauten-Kalender ausgegeben, in der Summe 6.750 Stück. Im Schnitt erhielt ein Kunde 1,35 Kalender: (60 + 45 + 30) Kalender/100 Empfänger. Damit kamen 6.750/1,35 = 5.000 Kunden in den Genuss der freien Auswahl. Dann wurden die restlichen Kalender (9.000 – 6.750 = 2.250) eins zu eins ausgegeben. So kommen nochmals 2.250 Kalenderempfänger dazu. In der Summe sind das 7.250 Kunden, die mit Kalender(n) bedacht wurden. Diese stellen aber nur 40% der Gesamtkunden dar (50% erhalten ein Angebot bzw. fragen danach, abzüglich 20% davon, die dann doch keinen wollen). So errechnet sich die Gesamtkundenzahl zu 7.250/0,4 = 18.125. Auf sechs Wochen umgerechnet sind das 3.021 Kunden je Woche.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2017; 42(24):2-2