Dr. Michael Brysch
Für das gerade angebrochene Jahr 2018 prognostiziert die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) eine Pro-Kopf-Kaufkraft der Deutschen von 22.992 €: Pro Kopf stehen den Deutschen somit für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder Sparen nominal 2,8% bzw. 633 € mehr als im Vorjahr zur Verfügung (Basis: revidierte Vorjahresprognose). Das Ranking der Bundesländer führen Hamburg (25.242 €/Kopf), Bayern (25.107 €/Kopf) und Baden-Württemberg (24.732 €/Kopf) an. Schlusslichter sind Thüringen (19.669 €/Kopf), Sachsen-Anhalt (19.456 €/Kopf) und Mecklenburg-Vorpommern (19.356 €/Kopf). Unterschiede gibt es auch innerhalb der Kreise: Hier beansprucht der Landkreis Starnberg mit 33.102 €/Kopf die Spitze für sich, während der Landkreis Görlitz mit 18.157 €/Kopf auf dem letzten Platz liegt. Derartige Daten sollten Sie immer auch im Hinterkopf haben, wenn Sie eine Standortentscheidung treffen müssen.
Laut einer Studie (n=1.916) gehen Arbeitnehmer, die Arbeit und Freizeit nicht klar voneinander trennen, seltener Aktivitäten nach, die ihnen helfen, sich zu entspannen. In der Folge fühlen sie sich erschöpfter und weniger wohl – was mit einer verminderten Produktivität und Kreativität einhergeht (Wepfer AG et al., Journal of Business and Psychology 2017, doi: 10.1007/s10869-017-9520-y). Für Sie als Apothekenleiter ist es zwar ungleich schwieriger als für Ihre Angestellten, die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit klar zu ziehen. Versuchen sollten Sie es trotzdem!
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2018; 43(02):2-2