Prof. Dr. Reinhard Herzog
Heute haben wir eine richtig einfache Aufgabe aus dem Labor:
Es müssen einigermaßen exakt 5,0 ml von einem Reagenz aus einer Vorratsflasche mit ca. 50 ml Inhalt in einen Erlenmeyerkolben pipettiert werden. Sie haben aber nur jeweils eine Vollpipette mit 3,0 ml und mit 10,0 ml Inhalt. Wie gelingt das?
Lösung des Rätsels aus dem letzten AWA 10/2018:
Der Großhandel stellt Sie vor die Wahl: Drei Lieferungen täglich mal 5 € zusätzlich je Tour mal etwa 300 Tage im Jahr bedeuten rund 4.500 € ärgerliche Zusatzkosten. Die Alternative: Auf Minderspannenartikel gibt es gar keinen Rabatt mehr. Nehmen wir 5% Rabatt auf Rx und 20% auf Non-Rx an, bei 80% Rx-Anteil und 1,5 Mio. € Gesamteinkaufsvolumen jährlich. Bereits Rx-Minderspannenartikel für 90.000 € (=7,5% des Rx-Einkaufswertes) künftig ohne Rabatt kämen den zusätzlichen Tourenpauschalen gleich, den gleichen Effekt hätten Non-Rx-Minderspannenartikel für lediglich 22.500 € Einkaufswert bzw. entsprechende Mischkalkulationen aus Rx- und Non-Rx-Anteilen. Daher ist unbedingt nach dem Umfang der Minderspannenliste zu fragen, sowie danach, wie und wann diese Liste festgelegt bzw. geändert wird. Ansonsten bestehen hier wirtschaftlich bedeutsame Unsicherheiten, und die Tourengebühr könnte die sichere Variante sein. Ergänzende Alternative: Sie weichen verstärkt auf die Direktbestellung aus.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2018; 43(11):2-2