Prof. Dr. Reinhard Herzog
Für die Arbeitgeber überwiegen die schlechten Nachrichten: Zwar heben sich die Steigerung der Pflegebeitragssätze von 2,55% auf 3,05% (plus 0,25% für Kinderlose, für den Arbeitgeber unerheblich) und die Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung von 3,0% auf 2,5% insoweit auf. Dafür müssen die Krankenkassen-Zusatzbeiträge jetzt zur Hälfte von den Arbeitgebern mitgetragen werden, was etwa 0,5% der Bruttolöhne ausmacht.
Da sehr viele Mitarbeiter in den Apotheken die Beitragsbemessungsgrenzen nicht erreichen, spielt deren Erhöhung kaum eine Rolle für die Gesamt-Personalkosten. Stärker schlagen die Bemessungsgrenzen bei der persönlichen Vorsorge des Unternehmers durch. So erhöht sich der gesetzliche Höchstbeitrag zur Altersversorgung um 446,40 € im Jahr in den alten und sogar um 781,20 € in den neuen Bundesländern.
Ist der Unternehmer gesetzlich krankenversichert, beträgt die Mehrbelastung 197,16 € pro Jahr (Annahme: Höchstbeitrag zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6%, ohne Zusatzbeitrag).
Bei der gesetzlichen Pflegeversicherung machen sich die höhere Bemessungsgrenze und der höhere Beitragssatz mit 306,60 € mehr pro Jahr bemerkbar (Kinderlose: 310,08 €)

Eine nochmals ausführlichere Tabelle mit weiteren Erläuterungen finden Sie in diesem PDF.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2018; 43(24):6-6