Dr. Michael Brysch
Bald schon wird es flächendeckend eingeführt, bekannt ist es aber leider mitnichten: das E-Rezept. Denn laut einer aktuellen Umfrage, die die Marktforscher von Kantar für die ABDA durchgeführt haben, haben von 1.017 erwachsenen Deutschen gerade einmal
- 17% seit Anfang 2021 und
- 20% schon früher vom E-Rezept gehört.
Den übrigen 63% indes war die elektronische Verordnung unbekannt.
Über das E-Rezept hatten die 369 "Informierten" größtenteils – nämlich zu 69% – durch die Medien erfahren, zu 18% durch die Krankenkassen, zu 13% durch die Arztpraxis und nur zu 11% durch die Apotheke (Mehrfachnennungen waren dabei möglich).
Wie die Menschen das E-Rezept künftig nutzen wollen, sehen Sie in der Abbildung.
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Dass dabei leider die Option "mit dem Zugangscode auf dem Smartphone direkt in die Apotheke gehen" fehlt, hat Apotheken-Wirtschaftsexperte Dr. Thomas Müller-Bohn jüngst bereits in seinem Editorial in der "Deutschen Apotheker Zeitung" 23/2021 angemerkt.
Von den 377 Befragten, die das E-Rezept elektronisch an eine Apotheke senden wollen, würden
- 75% die Bestellung in einer Vor-Ort-Apotheke abholen,
- 14% den Versandhandel und
- 9% den Botendienst nutzen.
1% machte keine Angabe bzw. wusste es nicht.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2021; 46(13):3-3