Claudia Mittmeyer
Seit Kurzem können Kunden auf der Internet-Plattform des Versandhauses Quelle bei dessen Kooperationspartner, der Versandapotheke apotheke.biz, Arzneimittel und weitere Gesundheitsprodukte bestellen. Geworben wird dabei unter anderem – wie so oft – mit den besonders günstigen Arzneimittelpreisen. Dass diese für viele Apothekenkunden beim Arzneimittelkauf jedoch eine weit weniger entscheidende Rolle spielen als vielfach gedacht, sollten sich all diejenigen Apotheken klarmachen, die meinen, mit den neuen „Playern“ im Arzneimittelvertrieb in punkto Preis konkurrieren zu müssen. Lesen Sie hierzu auch unser Interview mit Prof. Dr. Gerhard F. Riegl auf den Seiten 3 und 4.
Ebenso wie Arzneimittel Waren besonderer Art sind, haben auch Apothekenkunden ganz spezielle Bedürfnisse, die sich grundlegend von denen der Kunden in anderen Branchen unterscheiden. Denn ihre Gesundheit respektive Krankheit wollen viele nicht jedem x-Beliebigen anvertrauen, sondern vielmehr demjenigen, der ihnen Fachkompetenz, Sozialkompetenz und das Gefühl vermittelt, „gut aufgehoben“ zu sein. Und das ist für viele Patienten die inhabergeführte Apotheke vor Ort und eben nicht irgendein „anonymer“ Versender oder Drogeriemarkt.
An genau diesem Punkt sollten Sie ansetzen und Ihre eigenen Stärken ausbauen und betonen. Stellen Sie statt der Arzneimittelpreise Ihre Kernkompetenzen und die spezifischen, auf die Patienten ausgerichteten Dienstleistungen Ihrer Apotheke in den Vordergrund – und kommunizieren Sie dies Ihren Kunden gegenüber auch nachhaltig. Denn in diesen „Disziplinen“ haben eindeutig Sie die Nase vorn.
Deutscher Apotheker Verlag
AWA -Redaktion
Claudia Mittmeyer
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2009; 34(04):2-2