AWA-Rückblick

Nachrichten in aller Kürze


Dr. Christine Ahlheim

Im Vorfeld wurde viel über das neue Leitbild diskutiert – nun hat die ABDA die aus diesen Diskussionen hervorgegangene Beschlussvorlage mit dem Titel „Apotheke 2030 – Perspektiven zur pharmazeutischen Versorgung in Deutschland“ veröffentlicht. Über das Perspektivpapier wird am 25. Juni 2014 in der ABDA-Mitgliederversammlung abgestimmt, ehe es dann im September auf dem diesjährigen Deutschen Apothekertag der Hauptversammlung der Apotheker zur Abstimmung vorgelegt werden soll.

Um dem Ärztemangel, insbesondere in ländlichen Regionen, zu begegnen, hält der Marburger Bund eine Erhöhung der Medizinstudienplätze um bundesweit mindestens 10% für dringend geboten. Im Jahr 1990 habe es – allein in den alten Bundesländern! – im Studiengang Humanmedizin 12.000 Studienplätze gegeben, heute seien es nur noch rund 10.000.

Die auf fünf Mitglieder geschrumpfte CSU-Europagruppe hat die promovierte Juristin Angelika Niebler zu ihrer neuen Chefin gewählt. Niebler ist überzeugt davon, dass die EU-Kommission vor dem Hintergrund der OECD-Empfehlung für Griechenland erneut versuchen wird, die Liberalisierung im Apothekenmarkt voranzutreiben. Da sie, so Niebler gegenüber DAZ.online, „keine Apothekenketten nach amerikanischem Vorbild“ wolle, werde sie dafür „auch in der kommenden Legislaturperiode kämpfen“.

Karl-Heinz Resch, Geschäftsführer für den Bereich Wirtschaft, Soziales und Verträge der ABDA, wird zum Jahresende seine Tätigkeit aus persönlichen Gründen beenden.

Nur wenige Monate nachdem die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundesvereinigung aus dem Bundesverband freier Berufe (BfB) ausgetreten sind, plant man offenbar eine Rückkehr – so ein Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der BfB vertritt die Interessen aller 1,2 Millionen selbstständiger Freiberufler, u.a. der Apotheker, Anwälte und Steuerberater.

Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2014; 39(12):2-2