Claudia Mittmeyer
...ist das Erscheinen des Arzneiverordnungs-Reports – der in diesem Jahr bereits zum 30. Mal in Folge veröffentlicht wurde – von großem medialen Interesse begleitet. Er wird dabei recht gerne zum Anlass genommen, „Politik zu machen“, und bietet sowohl Befürwortern als auch Kritikern Ansatzpunkte für Diskussionen. In der Kritik stand hier in der Vergangenheit u.a. wiederholt die Auswertung des herangezogenen Zahlenmaterials.
Wie nicht anders zu erwarten, beklagen die Herausgeber des Arzneiverordnungs-Reports bei der Analyse der kassenärztlichen Arzneiverordnungen auch diesmal die erneut gestiegenen Arzneimittelausgaben, die sich 2013 auf 32,1 Mrd. € beliefen. Und sie lassen es sich auch nicht nehmen, wieder konkrete Einsparpotenziale aufzuzeigen, etwa bei Analogpräparaten und bei patentgeschützten Arzneimitteln.
Auch wenn der Arzneiverordnungs-Report nicht völlig unkritisch betrachtet werden sollte, so bietet er Apothekerinnen und Apothekern doch eine Fülle an pharmakologischen und pharmaökonomischen Informationen. Vor allem mit dem detaillierten Überblick über das Verordnungsverhalten der apothekenrelevanten Arztgruppen erhalten sie wichtige Hintergrundinformationen, die für die Beurteilung eines Apothekenstandorts oder bei der geplanten Vermietung von Praxisräumen im Apothekengebäude für eine Entscheidung herangezogen werden können. In der nächsten AWA-Ausgabe werden wir den Arzneiverordnungs-Report daher in gewohnter Weise für Sie aufbereiten.
Claudia Mittmeyer
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2014; 39(19):2-2