Prof. Dr. Reinhard Herzog
Novartis, Sanofi und Pfizer waren im Jahr 2016 gemessen an ihrem Umsatz im deutschen Apothekenmarkt die drei führenden pharmazeutischen Unternehmen; das zeigt eine Studie von QuintilesIMS. Auf den weiteren Plätzen folgen Teva, Bayer, Roche, Merck & Co (USA), GlaxoSmithKline, Gilead Sciences und Abbvie. Die zehn genannten Unternehmen vereinigen 42 % des Umsatzes sowohl im Apothekenmarkt als auch im Gesamtmarkt auf sich. Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich einige Verschiebungen bei den Rangplätzen. Am deutlichsten war dies bei Gilead Sciences, das durch den Umsatzrückgang innovativer Hepatitis-C-Therapien im Apothekenmarkt um vier Rangplätze abrutschte.
3.134 Mrd. € betrug das Bruttoinlandsprodukt 2016, ein Wachstum von 1,9 %. Auch pro Kopf hat es eine Steigerung auf 37.986 € gegeben, und das, obwohl die Bevölkerung auf 82,5 Mio. gewachsen ist (Unschärfen durch die Migration). 43,5 Mio. Erwerbstätige sorgten u.a. für diesen Erfolg. Mit immerhin 25,66 € brutto und 16,41 € netto wird heute eine geleistete Arbeitnehmerstunde im Schnitt honoriert. Deutschland bleibt zudem das „Land der Hamster“: Mit 9,8 % nähert sich die Sparquote wieder der 10-Prozent-Marke an (nach: Statistisches Bundesamt 2017).
„Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht.“ (Rosa Luxemburg)
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2017; 42(04):2-2