Prof. Dr. Reinhard Herzog
Der Versandhandel ist ja nicht unbedingt Apothekers Liebling:
So wird öfters angeführt, dass die „Päckchenschubserei“ im Vergleich zum stationären Einkauf auch viel umweltschädlicher sei. Aber stimmt das überhaupt?
Lösung des Rätsels aus dem letzten AWA Nr.7/2017:
Der erste Verdacht bei minimalem Rohertragszuwachs trotz stark gestiegenen Umsätzen gilt heute den „Hochpreisern“ mit Margen um 3 % bis 4 %; damit stehen Packungszahlen, -werte und Kundenzahlen im Mittelpunkt. Wie haben sich die Preise der Packungen (v.a. Rx) und die Bonumsätze verändert? Wie hat sich das Hochpreis-Segment entwickelt? Starke Steigerungen machen die Hochpreiser-These plausibler. Gleichzeitig können andere, ggf. überlagernde Faktoren hinzukommen. Einkaufskonditionen könnten sich verschlechtert haben oder Buchungen können nicht zeitnah erfolgt sein und sich „über das Jahr ziehen“, d.h. zu Verzerrungen führen. „Schwund“ aller Art ist ein weiterer Ansatzpunkt bei der Ursachenforschung.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2017; 42(08):2-2