Prof. Dr. Reinhard Herzog
Beim Thema Zufriedenheit mit dem Gesundheitswesen gibt es erstaunliche Unterschiede zwischen den Bundesländern – so eine repräsentative Umfrage der Continentale Krankenversicherung a.G. in Zusammenarbeit mit TNS Infratest. Am zufriedensten sind die Sachsen, am unzufriedensten die Brandenburger. Auf Sachsen folgen Bremen auf Rang 2 und das Saarland auf Rang 3. Auf den letzten Rängen befinden sich Schleswig-Holstein (Rang 14) und Mecklenburg-Vorpommern (Rang 15) vor Brandenburg (Rang 16). Ermittelt wurde die Zufriedenheit mit einer Indexpunkte-Skala von –100 (völlige Unzufriedenheit) bis +100 (völlige Zufriedenheit). Der Bundesdurchschnitt liegt bei 22,9 Punkten, beim Spitzenreiter Sachsen wurden 32,3 Punkte und beim Schlusslicht Brandenburg 14,7 Punkte erzielt.
Die Turbulenzen um die Stada-Übernahme haben sich jetzt in konkreten Gewinneinbußen niedergeschlagen: Der Bad Vilbeler Konzern konnte seinen Umsatz im zweiten Quartal zwar um 7 % auf knapp 577 Mio. € steigern, der Gewinn ging jedoch gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22 % auf 41,1 Mio. € zurück. Ursache dafür sind laut Stada Sondereffekte in Höhe von 17,1 Mio. € vor Steuern, die „insbesondere auf Grund von Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem Übernahmeprozess“ anfielen.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2017; 42(16):2-2