Dr. Michael Brysch
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
sind Sie „begeistert“, wenn Sie im Supermarkt einkaufen gehen? Nein? Dann sollten Sie vielleicht das neu eröffnete „Zurheide Center“ in Düsseldorf besuchen. Denn die Begeisterung seiner Kunden ist das erklärte Ziel des Unternehmers Heinz Zurheide. Nur so sieht er sich gegen Konkurrenten wie Amazon gewappnet. In seinem „Supermarkt“ wartet er auf 10.000 m2 mit einer Art Erlebniswelt auf, in der alle Sinne angesprochen werden. Man könne – so Zurheide im „Handelsblatt“ – „riechen, schmecken und fühlen, wie die Sachen hergestellt werden.“ Er möchte dem Kunden bieten, was der andernorts nicht findet.
Großen Wert legt Zurheide auf gute Mitarbeiter und setzt Anreize, damit sich diese mit dem Unternehmen identifizieren. Beispielsweise zahlt er immer über dem Mindestlohn und stellt den spanischen Koch seiner „Schinken-Bar“ für einen Deutschkurs frei.
Um sein Projekt zu verwirklichen, zeigt Zurheide selbst vollen Einsatz: Nicht nur ist er ein gewaltiges unternehmerisches Risiko eingegangen. Er überzeugt sich zudem in großen Teilen der Welt ständig von innovativen Einzelhandelskonzepten, um sie dann auf seine Belange zuzuschneiden.
Diese „Trias der Begeisterung“ können auch Sie sich vielleicht zum Vorbild nehmen. Denn wer zum ersten die Kunden vom Unternehmen, zum zweiten die Mitarbeiter von ihrer Aufgabe und zum dritten sich selbst für die eigenen Ziele begeistert hat, der dürfte einen wesentlichen Schritt auf dem Weg zum Erfolg gegangen sein. So auch Zurheide: An einem anderen Standort, für den die Prognose bei 28 Mio. € lag, macht er laut „Handelsblatt“ mittlerweile 40 Mio. € Umsatz pro Jahr.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Dr. Michael Brysch
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2018; 43(09):2-2