Dr. Michael Brysch
Wie für jedes Jahr hat der Informationsdienstleister IQVIA auch für 2019 den gesamten deutschen Pharmamarkt (inklusive Impfstoffen und Testdiagnostika) analysiert. In der Abbildung sehen Sie, wie sich Um- und Absätze in Apotheke und Klinik entwickelt haben.

Im Apothekenmarkt inklusive Versand lag der Umsatz zu Herstellerabgabepreisen ohne jegliche Abzüge insgesamt bei 38,2 Mrd. € (+6,4% gegenüber dem Vorjahr) und der Absatz bei 1,6 Mrd. Packungen (+0,6%). Davon machten rezeptpflichtige Arzneimittel 33,0 Mrd. € (+7,2%) und rezeptfreie Präparate 5,2 Mrd. € (+1,5%) aus, entsprechend 752 Mio. (+1,1%) bzw. 867 Mio. Packungen (+0,2%).
Der Umsatz zum effektiven Verkaufspreis mit rezeptfreien Produkten über den Versandhandel lag bei 1.976 Mio. € (+5,5%), der Absatz bei 182 Mio. Packungen (+6,8%). Den größten Teil davon machten die Over-the-Counter (OTC)-Arzneimittel mit 51% nach Umsatz bzw. 61% nach Absatz aus. Es folgen die
- Gesundheitsmittel, wie z.B. künstliche Tränen oder Nahrungsergänzungsmittel (Umsatz: 27%; Absatz: 18%),
- Kosmetik- und Körperpflegeprodukte (Umsatz: 16%, Absatz: 14%),
- medizinischer Sachbedarf, wie z.B. Hilfsmittel oder Tests (Um- und Absatz: je 5%), sowie
- Ernährung, wie z.B. Schlankheitsmittel oder Traubenzucker (Um- und Absatz: je 2%).
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2020; 45(06):3-3