Dr. Hubert Ortner
Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) veröffentlichte unlängst die Broschüre „Der Arzneimittelmarkt in Deutschland 2021 – Zahlen und Fakten“. In dieser beleuchtet der Verband unter anderem, welchen Anteil Importe, Generika und Rabattvertragsarzneimittel an der Gesamtversorgung haben und wieviel Geld die gesetzlichen Krankenkassen durch Rabatte, welche die pharmazeutische Industrie ebenso wie Apotheker gewähren müssen, sowie die Zuzahlungen der Versicherten einsparen.
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Und das ist eine ganze Menge: So beliefen sich die GKV-Ausgaben 2021 für Arznei- und Verbandmittel auf 52,5 Mrd. € brutto. Durch Herstellerabschläge, Rabattverträge, den Apothekerabschlag und die gesetzliche Zuzahlung durch die Patienten haben sich diese Ausgaben im letzten Jahr um 19,5% auf 42,3 Mrd. € (= „Krankenkassen-Netto“) reduziert. Damit sparen die gesetzlichen Kassen unterm Strich etwa ein Fünftel ihrer Ausgaben für Arzneimittel ein.
Der Gesamtumsatz des Apothekenmarktes lag im Jahr 2021 bei rund 66 Mrd. €, entsprechend 1,5 Mio. verkauften Packungseinheiten. Wachstumstreiber waren rezeptpflichtige Medikamente, deren Umsatz 2021 hierzulande auf 59,2 Mrd. € anstieg, während das OTC-Segment bei 6,8 Mrd. € stagnierte. Der Anteil der Arzneimittel an den Leistungsausgaben der GKV liegt seit Jahren nahezu konstant bei 18%.
Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker 2022; 47(12):3-3